Bürgerzentrum Aldenhoven: Es geht planmäßig voran
Mit dem Bau unseres neuen Bürgerzentrums plant die Gemeinde Aldenhoven ihr bestehendes und in die Jahre gekommenes Rathaus grundlegend zu sanieren und zu einem modernen, offenen Begegnungsort für alle Generationen umzuwandeln. Unser Projekt ist ein zentraler Baustein zur Bewältigung des Strukturwandels im Rheinischen Revier und umfasst folgende Kernbereiche:
• Zusammenführung von Verwaltung und Bürgerschaft:
Das sanierte Bestandsgebäude wird mit einem modernen Erweiterungsbau verknüpft. Die Verwaltung erhält zeitgemäße, bürgernahe Arbeitsplatzkonzepte, während gleichzeitig soziale und kulturelle Angebote unter einem Dach Platz finden.
• Integration wichtiger Einrichtungen:
Im dem neuen Komplex werden zusätzliche Räume für lokale Vereine, eine Niederlassung der Volkshochschule (VHS), die Polizei sowie ein völlig neues Jugendzentrum integriert.
• Offenheit und Transparenz:
Getreu dem prämierten Entwurf der „Demokratischen Architektur“ soll das Gebäude durch viel Glas und offene Übergänge Barrieren abbauen. Ein integriertes Bürgercafé sowie flexibel nutzbare Flächen und Fraktionsräume sollen das Miteinander stärken.
• Aufwertung des Außenraums:
Das Umfeld – einschließlich der angrenzenden Rathauswiese – wird komplett neugestaltet. Es entstehen grüne Aufenthaltsbereiche und ein urbaner Vorplatz mit hoher Verweilqualität, ohne dass dabei zusätzliche Flächen versiegelt werden.
• Nachhaltigkeit und Klimaschutz:
Energieautarkie durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen auf begrünten Dächern, eine moderne Wärmepumpen-Heizung und die Wiederverwendung von Baumaterialien (Recycling).
Gestern Abend hat der Gemeinderat nun beschlossen, dass die Verwaltung die Planungen und die konkrete Durchführung eines Vergabeverfahrens sowie die Beauftragung eines Generalunternehmers (GU) zur Realisierung des Strukturwandelprojektes Bürgerzentrum Aldenhoven vornehmen soll. Damit mit den geplanten Sanierungs- und Erweiterungsbauarbeiten pünktlich in 2027 begonnen werden kann, muss das gesamte Rathauspersonal umziehen. Hierzu wurde gleichzeitig der Beschluss gefasst, dass die Verwaltung die Ausschreibung und Vergabe der erforderlichen Tiefbauleistungen für die Herrichtung des Interimsstandortes Siersdorf sowie die Beschaffungsleistungen für die zu bauende Containeranlage umsetzen soll.
Beide Beschlüsse wurden mit großer Mehrheit nahezu aller RatsvertreterInnen gefasst.
Lediglich die beiden anwesenden Mitglieder der SPD-Fraktion stimmten dagegen.
Die beschlossenen Maßnahmen dürfen jeweils bis zur maximalen Höhe der beantragten Fördermittel umgesetzt werden. Hier besteht begründeter Anlass zur Hoffnung, dass die Gemeinde Aldenhoven eine Strukturwandelförderung in Höhe von 97,5 % der ermittelten zuwendungsfähigen Gesamtausgaben von etwas 29.5 Mio. Euro erhalten wird. Damit würde die Gemeinde Aldenhoven die bislang höchste Fördersumme in ihrer Geschichte erhalten. Den verbleibenden Eigenanteil von 2,5 % in Höhe von voraussichtlich rund 735.000 Euro plant die Gemeindeverwaltung aus den bereitgestellten Mittel des „NRW-Plan für gute Infrastruktur“ (aus dem Sondervermögen des Bundes) zu finanzieren.
Somit würde die gesamte Maßnahme umgesetzt werden können, ohne den Aldenhovener Steuerzahler direkt zu belasten.